Zwölf Stimmen gegen die Knappheit
Zwölf Denker aus achtzig Jahren, keiner hat mit den anderen geredet — und trotzdem erzählen sie alle dieselbe Geschichte: Knappheit ist kein Naturzustand. Sie wird gemacht.
Was passiert, wenn man zwölf Denkern gleichzeitig zuhört
Wer meine Essays verfolgt ... ich bin dabei das Narrativ der Knappheit zu widerlegen. Dank moderner Forschungsassistenten und der wunderbaren Möglichkeit YouTube Vorträge zu hören, habe in den letzten Wochen immer weiter gesucht. Gibt es andere Stimmen, die auch darüber geschrieben haben und sich möglicherweise nicht durchgesetzt haben. So wie es derzeit Höfgen und Flassbeck passiert. Also - das Wissen ist da, doch es wird nicht gehört. Ich habe euch hier zwölf Stimmen nebeneinander gelegt, um zu zeigen, quer durch die Wissenschaft gibt es das Wissen - Knappheit ist hergestellt: vier aus Vorträgen und Interviews, acht aus Büchern, die in den letzten dreißig bis achtzig Jahren erschienen sind. Ein Wirtschaftsanthropologe aus Wien. Eine Ökonomin aus New York. Eine Verfassungstheoretikerin aus Bogotá. Ein russischer Geograph aus dem neunzehnten Jahrhundert. Eine Science-Fiction-Autorin aus Berkeley. Ein Nobelpreisträger aus Bengalen. Ein ehemaliger Google-X-Manager. Eine Aktivistin aus Berlin. Und ein paar andere. Was sie verbindet: Keiner von ihnen hat mit den anderen geredet. Und trotzdem erzählen sie alle dieselbe Geschichte. Zwei Kronzeugen — Clara Mattei und Heiner Flassbeck — tauchen quer durch den Text auf, wo die zwölf die empirische Rückendeckung brauchen.
Warum mich das betrifft
Ich bin nach heutigen Standards arm aufgewachsen. Meine Mutter arbeitete als nicht examinierte Krankenschwester und musste zwei Kinder alleine großziehen. Der Klassiker, der Frauen in die Armut bringt, war bei uns Realität. Scheidung, der Vater kümmert sich nicht und zahlt nicht einmal die Alimente für die Kinder. Ich habe als 8-Jähriger gewusst, was die Milch kostet, und war der beste Kunde vom Aldi um die Ecke. Ich habe gelernt, dass es gerade so reicht, aber Geld eben etwas ist, das knapp ist. Ich bin, wie ich es im Essay Connecting the Dots geschrieben habe, den Weg gegangen, dass man sich anstrengen muss, und bin mit dem Satz im Kopf großgeworden - du musst dich anstrengen, damit du später mal einen Job bekommst.
Ich habe erst jetzt begriffen, dass uns dieser Satz immer schon bewusst und mit Absicht eingeredet wird. Was als Naturgesetz verkauft wurde, war eine Erzählung, keine, die die Welt erklärt, wie sie ist, sondern eine, wie die Armen sie sehen sollen.
Das Schmerzhafteste an der Einsicht: Während Mattei uns erklärt, dass die Elite das Geld bewusst für den eigenen Reichtum verknappt, wird in vielen Ebenen des Lebens nach wie vor Knappheit erzeugt, die uns krank macht. Staaten mit der besten medizinischen Versorgung der Welt zeigen plötzlich, dass die Sterblichkeit steigt. Die beste medizinische Versorgung wird verknappt - einige bekommen alles, während andere sterben. (Wer meine Bücher liest, weiß, ich schaue zu viele Serien, aber die Serie Atlanta Medical / Resident zeigt genau dieses Problem.)
Ich kann nur versuchen hier ein Gegengewicht zu schreiben und euch ein wenig bei meiner Forschung mitnehmen.
Die Geschichte geht so: Knappheit ist kein Naturzustand. Sie wird gemacht.
I. Die Architektur — wie Knappheit eingerichtet wird
Karl Polanyi hat 1944 in The Great Transformation den Satz formuliert, der alles andere vorwegnimmt: Der sich selbst regulierende Markt ist keine natürliche Ordnung, sondern eine geplante Konstruktion. In vorindustriellen Gesellschaften war die Ökonomie „eingebettet" in soziale Beziehungen. Erst das 19. Jahrhundert löste sie heraus und erklärte sie zum autonomen Gesetz. Polanyis Warnung: „Es dem Marktmechanismus zu erlauben, alleiniger Lenker des Schicksals der Menschen und ihrer natürlichen Umwelt zu sein […] würde zur Zerstörung der Gesellschaft führen." Die Knappheit, die der Markt voraussetzt, ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis einer Entkopplung, die wir selbst vorgenommen haben. Und wie uns Mattei zeigt, ist es sogar der Staat, der dazu notwendig ist, die Rahmenbedingungen immer wieder so zu setzen, dass der Kapitalismus überleben kann. Jedes Mal, wenn die Menschen sehen, dass es anders geht, reagieren die Regierungen gleich: Sie steigern die Austeritätsforderungen. Covid war der letzte Evidenzbeweis. Die Menschen sehen: Homeoffice befreit, gibt uns mehr Zeit, lässt uns besser die Arbeit integrieren - und was machen die Arbeitgeber? Sie erzeugen die Knappheit durch absurde Forderungen, wieder zurück an den Schreibtisch zu gehen.
Ivan Illich hat in Tools for Conviviality (1973) die präzise Beschreibung dafür geliefert, wie diese Entkopplung im Alltag funktioniert: „Jede verkaufte Einheit erzeugt mehr Bedürfnisse, als sie stillt, und neue Modelle renovieren ständig die Armut." Das ist kein Nebeneffekt. Das ist die Betriebsweise. Eine Gesellschaft, die ihre Fähigkeit zur Selbstversorgung an Institutionen und Märkte delegiert hat, produziert damit ständig neue Mangelerfahrungen. Die Institutionen heilen nicht, was sie erzeugen. Sie erzeugen, was sie dann teuer heilen. Und wieder wird Knappheit hergestellt. Es gibt eine ganze Industrie, die uns zeigt, was du haben könntest, wenn du ... Das geht sogar so weit, dass im Internet die Videochannels boomen, die einem erklären, wie man „nur" X machen muss, und schon ist man erfolgreich.
Camila Vergara, Verfassungstheoretikerin an der Columbia University, zeigt in Systemic Corruption (2020), wie tief diese Architektur reicht: Die US-Verfassung war kein Demokratie-Dokument. Die Mehrheit der Gründerväter waren Geldverleiher, Immobilienspekulanten und Sklavenbesitzer. Sie schrieben Regeln gegen Volksmacht, nachdem Shays' Rebellion (1786/87) ihnen Angst gemacht hatte. Was wir „repräsentative Demokratie" nennen, war von Anfang an Elite-Abschirmung. Nicht Verschwörung. Architektur. Ist es nicht auch in anderen Fällen so: Wer kann sich leisten, in die Politik zu gehen? Leute, die nicht arbeiten müssen.
II. Die Mathematik — wie Extraktion organisiert ist
Ich war auf der SXSW 2025, stehe in einer der ewigen Schlangen vor dem Event, ich spreche den Herrn vor mir an, wir kommen ins Gespräch. Er war bei der NASA. Er erklärt mir, dass es die Aufgabe der NASA ist, solange zu forschen, bis das Ergebnis marktreif ist, und es dann an die Industrie weiterzugeben. Wow! Seiner Ansicht nach ist SpaceX nur entstanden, weil es vorher die NASA gab. Der Staat macht die Forschung und dann kassiert die Wirtschaft: Mariana Mazzucato hat in The Entrepreneurial State (2013) und The Value of Everything (2018) die entscheidende Frage gestellt, die in den ökonomischen Lehrbüchern fehlt: Wer schafft eigentlich Wert — und wer extrahiert ihn nur? Ihre Antwort ist unbequem - deckt sich aber mit dem Kollegen von der NASA. Es gibt keine einzige Schlüsseltechnologie hinter dem iPhone, die nicht staatlich finanziert worden wäre: das Internet, GPS, Touchscreen, Spracherkennung, Lithium-Ionen-Batterien. Apple hat sie gebündelt und die Rendite privatisiert. Die Milliarden der Aktionäre, schreibt Mazzucato, „stammen größtenteils aus der Arbeit anderer". Das ist keine Kritik am Kapitalismus als Ganzem. Das ist eine Operation am offenen Herzen seiner Gründungsgeschichte.
Stephanie Kelton, die ehemalige Chefökonomin des Haushaltsausschusses des US-Senats, bringt in The Deficit Myth (2020) die wichtigste Einsicht der Modern Monetary Theory auf den Punkt: Die Grenze der Staatsfinanzen ist nicht das Geld. Die Grenze sind reale Ressourcen. Staaten, die ihre eigene Währung ausgeben, sind keine Haushalte. Wenn die Regierung sagt „Wir können uns das nicht leisten", trifft sie eine politische Entscheidung, keine finanzielle. Kelton nennt das „die Ideologie der Knappheit". Die Fiktion, dass Geld knapp ist, lenkt von der Frage ab, ob die Ressourcen knapp sind — und sie sind es selten. Und ich habe euch an anderer Stelle gezeigt, dass auch in Deutschland die Schuldenbremse gemacht ist, aus dem Blauen heraus. Es gibt keinen belastbaren ökonomischen Beweis, dass diese rigide Form der Schuldenbremse sinnvoll wäre. Sie ist völliger Schwachsinn und muss auch als das gebrandmarkt werden, was sie ist. Schwachsinn. Mehr lässt sich dazu nicht sagen. Und nein - Stelter und andere neoliberalen Ökonomen erzählen euch in ihren Podcasts schlichten Blödsinn. Der empirische Kern der Schuldenbremse kam aus einem einzigen Papier: Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff behaupteten 2010 in Growth in a Time of Debt, ab einer Schuldenquote von 90 Prozent breche das Wachstum ein. Drei Jahre später haben Thomas Herndon, Michael Ash und Robert Pollin (UMass Amherst) den Befund zerlegt: Excel-Codierfehler, fünf ausgelassene Länder, willkürliche Gewichtung. Rechnete man die Tabelle korrekt, lag das durchschnittliche Wachstum für hochverschuldete Länder bei 2,2 Prozent — nicht bei minus 0,1 Prozent, wie Reinhart/Rogoff publiziert hatten. Olivier Blanchard, ehemaliger Chefökonom des IWF, hat 2019 in seiner Presidential Address der American Economic Association nachgelegt: Liegt der sichere Zins unter der Wachstumsrate — und das war über Jahrzehnte so —, dann, so Blanchard wörtlich, „may have no fiscal cost": Staatsverschuldung ist dann fiskalisch nicht belastend. Monika Schnitzer, die amtierende Vorsitzende des deutschen Sachverständigenrats, empfiehlt seit dem Jahresgutachten 2023/24 die Reform der Schuldenbremse. Wer heute noch behauptet, die 0,35-Prozent-Grenze sei ökonomisch begründet, argumentiert gegen den Stand der Forschung. Heiner Flassbeck, ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und UNCTAD-Chefökonom, geht noch einen Schritt weiter. Für ihn ist die herrschende Ökonomik überhaupt keine Wissenschaft mehr: „Die herrschende Ökonomik ist für mich keine Wissenschaft, sondern sie ist ein Spiel. Ein Glasperlenspiel." Höchste kognitive Komplexität, die mit der Realität nichts zu tun hat. Die Mainstream-Theorie beginnt nicht mit Beobachtung, sondern mit dem Markt als Axiom — und presst die Realität hinterher in Modelle, die sie selbst erzeugt hat. Was dabei herauskommt, ist kein Erkenntnisapparat, sondern ein geschlossenes Regelsystem, das sich selbst bestätigt — und politisch sehr genau weiß, wem es nützt.
Yanis Varoufakis beschreibt in Technofeudalism (2023), wie sich die Extraktion gerade wieder verändert. Nicht Profit, sondern Rente ist die neue Betriebsform. „Cloud-Kapital überwältigt terrestrisches Kapital und saugt Cloud-Rente zunehmend aus der globalen Wertschöpfungskette." Amazon lässt Händler auf der Plattform arbeiten und zieht einen Prozentsatz ab. Google lässt Content-Produzenten Texte erzeugen und monetarisiert die Aufmerksamkeit. Das ist keine Marktwirtschaft mehr. Es ist eine neue Form von Feudalismus, in dem der Lehnsherr einen Algorithmus besitzt. Aber Rente, also das Leben vom Kapital, das man anderen abzieht, geht viel weiter — Graeber hat es erklärt: Die Bullshit Jobs sind nichts anderes. Jetzt mal im Ernst, wie kann es denn sein, dass die Big Five der Professional Services — Deloitte, Accenture, PwC, EY, KPMG — wachsen, während die Weltwirtschaft de facto (also nicht die Finanzmärkte) in der Krise ist? Die Zahlen: Deloitte meldete für das Geschäftsjahr 2023 rund 65 Milliarden US-Dollar globalen Umsatz, Accenture 64 Milliarden, PwC 53 Milliarden, EY 49 Milliarden, KPMG 36 Milliarden. Zusammen fast 270 Milliarden Dollar jährlich — verdient mit Beraten, Prüfen, Compliance, Risk. Das globale BIP wuchs 2023 um 3,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent. Die vier Wirtschaftsprüfer wuchsen im Schnitt um neun bis fünfzehn Prozent, Accenture um vier — alle deutlich schneller als die reale Produktion, die sie angeblich „unterstützen". Das ist absurd - es wird mehr mit Compliance, Riskmanagement und Auditing verdient als mit dem eigentlichen Herstellen. Das deckt sich mit einer anderen Industrie, die sich ein wenig in der wunderbaren Fernsehserie Suits darstellt — neun Staffeln lang die Welt der New Yorker Corporate-Law-Kanzleien, in der eine Handvoll Star-Anwälte Milliardäre bei Fusionen, Übernahmen und Steuergestaltung berät. Was die Serie inszeniert, machen reale Kanzleien wie Wachtell Lipton, Cravath Swaine & Moore oder Skadden Arps tatsächlich: Anwälte haben nur eine Aufgabe: Wege zu finden, die Steuern der Reichen herunterzubringen. Das ist eine Industrie von gigantischem Ausmaß.
III. Die Philosophie — wie Fülle wirklich ist
Peter Kropotkin hat 1902 in Mutual Aid: A Factor of Evolution die Naturbeobachtung gegen den Sozialdarwinismus gesetzt. Er reiste durch Sibirien und fand dort keinen bitteren Kampf ums Dasein zwischen Artgenossen. Er fand Kooperation. „Geselligkeit ist ebenso ein Naturgesetz wie der Kampf." Und weiter: Populationen werden nicht durch Nahrungsmangel begrenzt — die Nahrung ist reichlich —, sondern durch Klima und Struktur. Die Einsicht, die 120 Jahre später von Systembiologie und Verhaltensforschung bestätigt wird: Die Evolution hat Kooperation belohnt, nicht Raubmord. Fülle ist älter als Knappheit. Ich mag jetzt nicht mit Sozialanthropologie kommen, aber es ist offensichtlich: Was Menschen gegenüber allen anderen so erfolgreich macht, ist nicht „Storytelling", wie es uns der wunderbare Wissenschaftler Yuval Noah Harari glauben machen will. Nein - die Leistung der Menschheit besteht darin, miteinander gemeinsame Ziele zu verfolgen. Zusammenarbeit ist key. Das zeigt auch die Neurobiologie: Wie kann es sein, dass Oxytocin das Hormon ist, das uns gesünder macht, und es dann auftritt, wenn wir in Gemeinschaft, in Beziehung sind? Kooperation ist der Hebel. Nicht, dass wir uns Geschichten erzählen.
Mo Gawdat, der früher Googles verrückteste Projekte geleitet hat, formuliert in Scary Smart (2021) und in seinen Vorträgen der letzten Jahre einen Gedanken, der für die KI-Debatte umstürzend ist: Das Leben erschafft in Fülle, nicht in Knappheit. Wenn wir die Intelligenz des Lebens nachahmen wollten, dann würden wir eine Ökonomie der Fülle bauen. Stattdessen bauen wir KI mit der Mentalität der Knappheit — und produzieren damit die extremste Version der Vermögenskonzentration, die je existiert hat. Intelligenz, sagt Gawdat, haben wir im Überfluss. Was uns fehlt, ist Weisheit - aber das ist viel zu oberflächlich gedacht. Was wir von Gawdat lernen können, und was ich hier mit diesem kleinen Essay implizit beweise - JEDER kann jetzt nachrechnen. Stefan Schulz sagt das immer wieder in seinen Podcastfolgen: Hört auf zu argumentieren - fragt Gemini, wie die Zahlen wirklich sind. Nicht: Haben wir zu viele Ausländer? Sondern einfach: Wie viele sind es wirklich? Mein Eldorado war damals die Wiesbadener Stadtbibliothek: Kant, Adler, Feynman, sie standen alle dort. Selbst wie mein Fahrrad zu reparieren war, lernte ich dort – ihr erinnert euch, mein Vater war nicht da, und genau diese Funktion, noch viel besser als die Bibliothek damals, übernimmt heute Gemini oder Claude. Intelligenz kommt aus der Steckdose. Nutzen wir sie doch und erfinden uns neu.
Ursula K. Le Guin sagte 2014 in ihrer Dankesrede zur National Book Foundation Medal einen Satz, den jeder aufschreiben sollte, der über Fülle und Knappheit nachdenkt: „Wir leben im Kapitalismus. Seine Macht scheint unausweichlich — aber das schien das göttliche Recht der Könige auch. Jede menschliche Macht kann von Menschen widerstanden und verändert werden." Die Begründer des Kapitalismus sind so gestorben wie die Könige: mit der Überzeugung, ihre Ordnung sei naturgegeben. Le Guin weiß: Sie ist es nicht. Sie wirkt nur so. Und Mattei zeigt uns in ihrem Buch, es gab 1919/20 die Bewegung den Kapitalismus nicht auszuhebeln, aber durch CO-OP Inititativen und Arbeiterräte einen neues Gleichgewicht herzustellen. Und wenn man die Rhetorik der Mächtigen zu dieser Zeit dann war klar, das das einfach nicht gewollt war - und weshalb nahm denn der Staat damals die Hilfen zurück, die ermöglicht hätten, dass wohnen erschwinglich wurde: Within an economic boom and with the benefit of state support, the building guilds thrived for eighteen months. But the clouds of austerity loomed on the horizon. By July 1921, amid a rollout of monetary austerity, an economic downturn, and a mounting “economy campaign,” the government decided to withdraw all state aid from local authorities, leaving them stripped of the ability to finance housing projects, even though less than one-fifth of the houses urgently required had been built (Mattei, 2022, S. 98).
Und das war kein britisches Einzelphänomen. Italien erlebte im Biennio Rosso 1919/20 seine größte Arbeiterbewegung: Über 500.000 Beschäftigte besetzten die Metallfabriken von Turin und Mailand, in Norditalien entstanden Fabrikräte (consigli di fabbrica), die die Produktion in Selbstverwaltung weiterführten. Antonio Gramsci schrieb in L'Ordine Nuovo die theoretischen Traktate dazu. Die Antwort des italienischen Staates und der Industriellenverbände kam ab 1921 in zwei Schritten: erst das austeritätsgetriebene Aushungern der kommunalen Haushalte und Gewerkschaften, dann — ab Oktober 1922 — Mussolini. Mattei zeigt in The Capital Order (2022), wie eng die ökonomische Austerität und die faschistische Antwort verzahnt waren. Die Räte verschwanden nicht durch eine demokratische Mehrheit; sie verschwanden durch geldpolitischen Entzug und staatliche Gewalt (Gramsci, 1919/20; Mattei, 2022, Kap. 4–5).
In Deutschland lief parallel dasselbe Drehbuch - man zerschlug mit Gewalt, das progressive Denken. Die Münchner Räterepublik unter Kurt Eisner, Ernst Toller und Gustav Landauer hielt sich ab November 1918 wenige Monate, bevor die Reichsregierung unter Gustav Noske ab April 1919 Freikorps-Truppen nach München schickte. Landauer wurde am 2. Mai 1919 im Gefängnis zu Tode geprügelt, rund 1.000 Menschen starben bei der Niederschlagung. Noske hatte zuvor über seine Rolle gesagt: „Einer muss der Bluthund werden." In Berlin war Rosa Luxemburg bereits im Januar 1919 erschossen worden, ihre Leiche in den Landwehrkanal geworfen (und zwar von Offizieren). Die Weimarer Demokratie begann mit der organisierten gewaltsamen Zerstörung ihrer eigenen Alternative (Jones, 2016; Mitchell, 1965).
Und Großbritannien? Dort nahm der Geddes Axe-Bericht von 1922 den Staatshaushalt um fast zwanzig Prozent zurück — genau die „economy campaign", von der Mattei spricht. Wohnungsbau, Bildung, Gesundheit: gestrichen. Die kurze Phase, in der der Staat nach dem Krieg sozial gebaut hatte, war damit vorbei. Die (alte) Ordnung wurde wiederhergestellt — eine Ordnung, in der Kapital knapp bleibt für die, die es brauchen, und billig ist für die, die es besitzen.
IV. Die Praxis — wie Umkehr konkret aussieht
Amartya Sen hat 1981 in Poverty and Famines den Satz formuliert, der die Entwicklungsökonomie umwälzte: „Essen in Hungergebiete zu bringen, wird an sich wenig zur Linderung beitragen, denn was fehlt, ist nicht Verfügbarkeit, sondern Berechtigung." Menschen verhungern nicht, weil es kein Essen gibt. Sie verhungern, weil ihre ökonomischen Zugangsrechte kollabieren. Und noch schärfer: „Hungersnöte lassen sich leicht verhindern, wenn es einen ernsthaften Willen dazu gibt. Eine demokratische Regierung mit freier Presse und Wahlen kann nicht anders, als diesen Willen aufzubringen." Hungersnot ist ein politisches Versagen, bevor sie ein Ernährungsversagen wird. Sens eigenes Paradebeispiel war die Hungersnot in Bengalen 1943: zwei bis drei Millionen Tote, obwohl die Reisproduktion in jenem Jahr über dem Fünfjahresmittel lag. Was kollabierte, war die Kaufkraft ländlicher Arbeiter nach einer Kriegsinflation — nicht die Ernte.
Die Gegenwart hat das Muster behalten. 2023 litten laut FAO 733 Millionen Menschen an Hunger, jeder elfte weltweit, jeder fünfte in Afrika. Gleichzeitig produziert die globale Landwirtschaft Kalorien für rund zehn Milliarden Menschen — bei acht Milliarden, die leben. Das Essen ist da. Was fehlt, ist die Entscheidung, es auch zu verteilen.
Heiner Flassbeck hat in einem jüngeren Vortrag präzise beschrieben, warum sich das nicht von selbst ändert. Die entscheidende Ebene ist makroökonomisch, und der IWF diktiert sie. Afrikanische Zentralbanken fahren seit Jahren zweistellige Leitzinsen — Inflationsbekämpfung mit Geldpolitik statt mit Angebotspolitik. Die Wechselkurse sind überbewertet, Importe werden dadurch faktisch subventioniert, Exporte unmöglich. „Unter diesen Bedingungen kann man sich auf den Kopf stellen, man kann die Korruption total beseitigen, man kann entbürokratisieren, man kann alles tun auf dieser Welt, was man will. Man kommt niemals aus der Misere raus." (Flassbeck, 2025). Die gängige Erzählung — Korruption, schlechte Regierung — blendet die Fremdbestimmung aus. Entwicklungshilfe bohrt Brunnen und baut Schulen, „hat mit dem Problem Afrikas eigentlich nichts zu tun". Sens These bekommt hier ihre schärfere Fassung: Hunger ist nicht nur ein politisches Versagen des jeweiligen Landes — er ist das Ergebnis von Regeln, die außerhalb seiner Reichweite gesetzt werden.
David Graeber erinnert in Bullshit Jobs (2018) an eine Vorhersage, die auf verblüffende Weise wahr wurde — nur anders, als vorausgesagt. 1930 schrieb John Maynard Keynes, dass bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Produktivität so gestiegen sein werde, dass eine 15-Stunden-Woche realistisch sei. Technologisch: ja, eingetreten. Praktisch: nein, wir arbeiten mehr als je zuvor. Graebers Erklärung: Die gewonnene Produktivität wurde in sinnlose Jobs umgesetzt statt in Muße. Eine „profound psychological violence", schreibt er — eine Narbe in unserer Seele. Die Fülle wäre technisch da. Kulturell verweigern wir sie uns.
Graeber — LSE-Anthropologe, erklärter Anarchist, 2020 in Venedig mit 59 gestorben — hat dieselbe Linie an anderer Stelle geführt: an der Geschichte des Geldes selbst. In Debt: The First 5,000 Years (2011) zeigt er, dass Kredit- und Schuldsysteme in Sumer und Babylon rund zweitausend Jahre vor der Erfindung der Münze funktionierten. Die Tauschwirtschaft, aus der die klassische Ökonomik das Geld herleitet, hat es in der dokumentierten Form nie gegeben. Geld entstand als Verwaltungsinstrument für Schulden. Selbst das griechische Wort eleutheria, „Freiheit", bedeutete ursprünglich „nicht von Schulden versklavt sein". Der Zusammenhang von Freiheit und Schuldfrage ist so alt wie die Schriftkultur.
In The Dawn of Everything (2021), zusammen mit dem Archäologen David Wengrow, geht Graeber einen Schritt weiter zurück. Die gängige Erzählung, dass die Menschheit erst mit der Landwirtschaft in Ungleichheit gefallen sei, wird durch die archäologischen Befunde der letzten dreißig Jahre nicht gestützt. Prähistorische Gesellschaften experimentierten mit wechselnden Herrschaftsformen — einige Jahrhunderte egalitär, andere hierarchisch, einige sogar saisonal oszillierend. Die Fixierung der Moderne auf ein einziges Modell ist historisch gesehen die Ausnahme. 2011 war Graeber übrigens im Zuccotti Park dabei, als sich Occupy Wall Street formierte — die Parole „We are the 99%" ging auf seine Arbeitsgruppe zurück. Wer die Fülle ernsthaft denkt, landet irgendwann bei der Verteilungsfrage.
Flassbeck ergänzt diesen Befund aus der Ökonomenzunft heraus. Die herrschende Theorie erklärt Löhne aus der „Grenzproduktivität": Wer mehr verdient, ist produktiver. Die Konsequenz ist absurd, sagt Flassbeck: „Der Volksschullehrer macht seit 500 Jahren immer das gleiche. Er bringt immer den Kindern lesen und Rechnen bei. Er wird überhaupt nicht produktiver. Also kriegt er in der Theorie immer das gleiche Geld — und ist seit 500 Jahren am Verhungern." Produktivität auf gesamtwirtschaftlicher Ebene entsteht durch Kapitalakkumulation, Organisation und technologischen Wandel. Wer sie mikroökonomisch beim einzelnen Arbeiter verortet, liefert keine Diagnose, sondern eine Rechtfertigung für niedrige Löhne. Graebers Befund — die sinnvollen Jobs unterbezahlt, die sinnlosen überbezahlt — bekommt damit sein theoretisches Pendant (Graeber, 2011; Graeber & Wengrow, 2021; Flassbeck, 2025).
Helena Steinhaus, Gründerin von Sanktionsfrei e.V., spricht 2026 über die neue deutsche Grundsicherung und macht etwas sichtbar, das alle vorhergehenden Stimmen auf den Punkt bringt. Arbeitsminister Hubertus Heil hat bei Maischberger selbst gesagt, worum es bei den Sanktionen wirklich geht: generalpräventive Wirkung. Nicht Menschen in Arbeit bringen. Angst schüren. Niedriglöhner sollen nicht kündigen, weil die Alternative die Straße ist. Die Evidenz zeigt: Sanktionen bringen Menschen nicht nachhaltig in Beschäftigung. Sie bringen sie in Obdachlosigkeit. Der Staat produziert die Knappheit, die er dann bestraft. Das Thema habe ich bereits ausführlich behandelt — aber es ist verrückt, dass wir darüber so wenig sprechen.
Die Zahlen sind eindeutig. Nach der Armutsgefährdungsquote des Statistischen Bundesamtes lebten 2023 rund 16,8 Prozent der Bevölkerung in Armutsgefährdung — etwa 14 Millionen Menschen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kommt in seinem Armutsbericht 2024 sogar auf 14,4 Millionen. Gleichzeitig wurde in Deutschland 2023 mit 61,0 Milliarden Stunden mehr gearbeitet als je zuvor seit der Wiedervereinigung — so die Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Der Regelsatz des Bürgergeldes liegt 2026 bei 563 Euro im Monat. Das Bundesverfassungsgericht hat 2019 Kürzungen von über 30 Prozent des Regelsatzes für verfassungswidrig erklärt; in der Debatte um die Neue Grundsicherung wird erwogen, diese Grenze erneut auszuschöpfen. Die Deutschen verarmen, und gleichzeitig wird ihnen eingeredet, sie würden zu wenig arbeiten. Die Arbeitszeitrechnung sagt das Gegenteil.
Drei Bewegungen, ein Muster
Was diese zwölf Stimmen gemeinsam aufzeichnen, ist keine Anklage. Es ist die Beschreibung einer Architektur.
Die erste Bewegung beschreibt, wie Knappheit eingerichtet wird. Polanyi legt den Rohbau frei: Der Markt war keine Natur, sondern eine Konstruktion. Illich zeigt, wie der Rohbau im Alltag betrieben wird — durch Institutionen, die den Mangel produzieren, den sie zu heilen vorgeben. Vergara erinnert daran, dass die Verfassung, die wir für Demokratie halten, als Elite-Abschirmung geschrieben wurde. Bevor die erste Maschine lief, stand der Plan.
Die zweite Bewegung beschreibt die Mathematik, die in diesem Rohbau wohnt. Mazzucato weist nach, dass der Wert aus öffentlicher Arbeit stammt, während die Rendite privatisiert wird. Kelton widerlegt die Ideologie, dass Geld knapp sei. Varoufakis beschreibt, wie die Extraktion gerade zu Cloud-Rente mutiert. Sen erinnert daran, dass Hungersnöte politische Entscheidungen sind, keine Ernteberichte. Graeber weist darauf hin, dass wir uns die 15-Stunden-Woche verweigern, obwohl sie technisch längst erreicht wäre. Steinhaus macht sichtbar, dass der deutsche Staat Armut produziert, um Angst zu bewirtschaften.
Die dritte Bewegung beschreibt, was dagegen steht — und dass es älter ist als das Problem. Kropotkin fand in der Natur keine Konkurrenz, sondern Kooperation. Gawdat erinnert daran, dass das Leben in Fülle erschafft, nicht in Knappheit - und dass wir alles in unseren Fingerspitzen haben. Le Guin sagt es am klarsten: Der Kapitalismus trägt das göttliche Recht der Könige in neuen Kleidern — und mit den Königen starb auch ihr Recht. Jede menschliche Macht, schreibt sie, kann von Menschen widerstanden und verändert werden.
Das ist kein Zufall. Das ist ein Muster. Und es hat einen Namen: hergestellte Knappheit.
Zwölf verschiedene Autoren, vier Register, eine Diagnose. Wer diese Stimmen zwölf Monate nebeneinander liest, kann die Fiktion nicht mehr halten, Mangel sei Natur. Mangel ist ein Arrangement, und jedes Arrangement hat seine Nutznießer.
Die Frage, die bleibt, ist nicht: Gibt es genug? Sondern: Wer verdient daran, dass wir es nicht erfahren? - und die Antwort ist im Grunde bereits gegeben: es sind die Superreichen. Sie besitzen unverschämt viel - nein, ich will es ihnen gar nicht wegnehmen, das sollen sich Leute wie Gabriel Zucman ausdenken, wie das geht (-> siehe https://www.youtube.com/watch?v=UWXyUbq34hQ) - Nein ich bin viel einfacher unterwegs. Wissend dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann. Doch wir könnten es beginnen. Bei uns selbst - zunächst mal die Fülle sehen, dann überlegen, wie wir damit umgehen und uns zunächst Fragen, was wollen wir selbst. Die Augen aufmachen und die ersten Ideen sehen, dass es Möglichkeiten gäbe.
In den nächsten Wochen folgen weitere Essays
in dieser Reihe — zur Architektur von Knappheit, zur Mathematik der
Extraktion, zur Philosophie der Fülle, zur Praxis der Umkehr.
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Kein Algorithmus dazwischen, nur die Essays.
Quellen
- Blanchard, Olivier (2019). Public Debt and Low Interest Rates. Presidential Address, American Economic Association. In: American Economic Review 109 (4), 1197–1229.
- Bundesagentur für Arbeit / Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (2024). Arbeitszeitrechnung 2023. Nürnberg. (Geleistete Arbeitsstunden 2023: 61,0 Milliarden.)
- Bundesverfassungsgericht (2019). Urteil vom 5. November 2019, 1 BvL 7/16, „Sanktionen im SGB II". BVerfGE 152, 68. (Kürzungen über 30 Prozent des Regelsatzes verfassungswidrig.)
- FAO / IFAD / UNICEF / WFP / WHO (2024). The State of Food Security and Nutrition in the World 2024. Rom: FAO. (2023 weltweit 733 Mio. Menschen betroffen, ca. 1 von 11; in Afrika 1 von 5.)
- Flassbeck, Heiner (2025). Gespräch mit Martin Burckhardt, „Das Rätsel der Ökonomik" und „Die makroökonomischen Bedingungen". Quelle: YouTube. Research Notes: `00-system/recherche/2026-04-21-flassbeck-goepel-oekonomik-bildung-recherche.md` und `2026-04-21-flassbeck-afrika-ungarn-makrooekonomie-recherche.md`.
- Gawdat, Mo (2021). Scary Smart: The Future of Artificial Intelligence and How You Can Save Our World. Bluebird.
- Graeber, David (2011). Debt: The First 5,000 Years. Melville House.
- Graeber, David (2018). Bullshit Jobs: A Theory. Simon & Schuster.
- Graeber, David / Wengrow, David (2021). The Dawn of Everything: A New History of Humanity. Farrar, Straus and Giroux.
- Gramsci, Antonio (1919/20). L'Ordine Nuovo. Turin.
- Herndon, Thomas / Ash, Michael / Pollin, Robert (2013). Does High Public Debt Consistently Stifle Economic Growth? A Critique of Reinhart and Rogoff. Cambridge Journal of Economics 38 (2), 257–279.
- Illich, Ivan (1973). Tools for Conviviality. Harper & Row.
- Jones, Mark (2016). Founding Weimar: Violence and the German Revolution of 1918–1919. Cambridge University Press.
- Kelton, Stephanie (2020). The Deficit Myth: Modern Monetary Theory and the Birth of the People's Economy. PublicAffairs.
- Kropotkin, Peter (1902). Mutual Aid: A Factor of Evolution. William Heinemann.
- Le Guin, Ursula K. (2014). Speech in Acceptance of the National Book Foundation Medal for Distinguished Contribution to American Letters, 19. November 2014, New York City.
- Mattei, Clara E. (2022). The Capital Order: How Economists Invented Austerity and Paved the Way to Fascism. University of Chicago Press.
- Mazzucato, Mariana (2013). The Entrepreneurial State: Debunking Public vs. Private Sector Myths. Anthem Press.
- Mazzucato, Mariana (2018). The Value of Everything: Making and Taking in the Global Economy. Allen Lane.
- Mitchell, Allan (1965). Revolution in Bavaria 1918–1919: The Eisner Regime and the Soviet Republic. Princeton University Press.
- Paritätischer Gesamtverband (2024). Zwischen Pandemie und Inflation — Armutsbericht 2024. Berlin. (Armutsquote 2023: 16,8 %, ca. 14,4 Mio. Menschen.)
- Polanyi, Karl (1944). The Great Transformation: The Political and Economic Origins of Our Time. Farrar & Rinehart.
- Reinhart, Carmen M. / Rogoff, Kenneth S. (2010). Growth in a Time of Debt. American Economic Review 100 (2), 573–578. (Papier wurde 2013 durch Herndon/Ash/Pollin methodisch widerlegt.)
- Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2023). Wachstumsschwäche überwinden — in die Zukunft investieren. Jahresgutachten 2023/24, Wiesbaden. (Mit Empfehlung zur Reform der Schuldenbremse durch Monika Schnitzer.)
- Sen, Amartya (1981). Poverty and Famines: An Essay on Entitlement and Deprivation. Oxford University Press / Clarendon Press.
- Statistisches Bundesamt (Destatis) (2024). Leben in Europa (EU-SILC) — Armutsgefährdungsquote 2023. Wiesbaden. (16,8 % der Bevölkerung armutsgefährdet.)
- Steinhaus, Helena (2026). Interview zur Neuen Grundsicherung in Deutschland. (Research Note: 2026-04-07-steinhaus-neue-grundsicherung-recherche.md; Primärbezug: ZDF/Maischberger 2026; NDR-Podcast 2026; Sanktionsfrei e.V. Jahresauswertung 2025.)
- Varoufakis, Yanis (2023). Technofeudalism: What Killed Capitalism. Bodley Head.
- Vergara, Camila (2020). Systemic Corruption: Constitutional Ideas for an Anti-Oligarchic Republic. Princeton University Press.
- Umsatzzahlen der Professional Services: Deloitte Global Impact Report FY2023; PwC Global Annual Review 2023; EY Global Review 2023; KPMG International Annual Review 2023; Accenture Fiscal 2023 Annual Report. BIP-Daten: IWF World Economic Outlook, Oktober 2023; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 (Deutsches BIP 2023: –0,3 Prozent).