Thema
Bibliothek
Hier liegen alle Essays. Nicht als Content, sondern als Werk – geschrieben aus dem Moment, mit Anspruch an Klarheit.
Die Stunde der Formalisten
Stefan Kühl liest das Harzburger Modell als Bruch mit dem NS-Führungsdenken. Eine Werkstattnotiz darüber, was das für meine Sympathie für das Informelle bedeutet und warum KI beide Versuchungen verschärft.
Als stünde die Demokratie auf dem Spiel
Werkstattnotiz zur Wiener Vorlesung von Isabella Weber: Polanyis Virus, Brünings verpasste Alternative, das Ahlener Programm der CDU und die Angst der Gewählten vor ihrer eigenen Macht.
Das Selbstverständliche hat eine Geschichte
Nach einigen Dutzend Essays fällt mir auf, dass sie alle denselben Satz enthalten: Das gilt als natürlich, und es ist es nicht. Warum ich hinter die Selbstverständlichkeiten zurückgehe, was Nietzsche damit zu tun hat, und ob das Erkenntnisinteresse eines Forschers schon sein Bias ist.
Die Blätter, die sich Kinder selber machen
Foxisch klar begann mit dem Wunsch meiner Tochter nach Matheblättern. Heute prüfen über 1.400 Tests jede Version, und Jev sucht für Kinder die passende Hilfe. Eines lässt sich trotzdem nicht bauen: dass Kinder wiederkommen.
Die Warnsirene
Heute Morgen ist sie wieder an, die Warnsirene. Eine Werkstattnotiz über den Wächter in mir, einen Satz aus einem Seminar von 1993, den Rebound-Effekt der KI und warum das nächste Awarenessseminar nicht hilft.
Jev: Eine KI ohne Redebedarf
Jev liefert keine Aufsätze, sondern Urteile, mit denen Software direkt weiterarbeiten kann. Was das für Transportmanagement, Disposition und den Alltag am Formular bedeuten könnte, und warum ich vorerst selbst vor der Anmeldung stehe.
Sehe ich Gespenster?
Nach dem 14. September 1930 verliebte sich die halbe Presse in die NSDAP, schreibt Philipp Ruch. Ich habe nachgezählt, ob 2026 dasselbe passiert. Die Antwort ist halb beruhigend und halb beunruhigend.
Wer darf hier eigentlich vernünftig sein?
Eine Werkstatt-Rezension der Neuen Zwanziger über Talkshows, die Brandmauer und die Frage, wer politische Vernunft definieren darf.
Zombie-Ideen: Was Ihre Strategie glaubt, obwohl die Zahlen es längst widerlegt haben
Briefing für Führungskräfte | Quelle: Lyn Jeffery & Maisha T. Winn, SXSW 2026
Der Übergang, der hält
In vierzehn Tagen fand der Bundestag fünfhundert Milliarden. Sechzehn Monate später strich die Regierung die Einspeisevergütung, weil sie sich bewährt hatte. Der Schluss der Reihe: Warum Argumente nicht reichen, wo die Ordnung der Knappheit dünn ist, und was eine Wahlnacht mit unserem Wissen macht.
Der Markt, der immer schon gewonnen hat
Deutschland plant längst: bei Netzentgelten, Rüstungsaufträgen, Bankenrettungen. Es sagt es nur nicht. Tom Krebs nennt seinen Gegenentwurf geplante Marktwirtschaft. Über verdeckte Planung, die Macht der Fragen und die Frage, warum Geld für Panzer da ist und nicht für Schulen.
Was ich der Maschine schon einmal sagen musste
Ich habe Codex gebeten, über unsere gemeinsame Woche zu schreiben. Weil es mir Spaß macht, zu zeigen, was inzwischen möglich ist. Eine Werkbank über eigene Vorlesestimmen, hartnäckige Absätze und die Freude, etwas auszuprobieren.