KI
Dünner führen
KI macht Hierarchien nicht überflüssig — sie macht sie dünner. Drei Ebenen statt sechs. Und in jeder Schicht wiegt die Entscheidung mehr. Wer dünn führt, kann sich keinen schlechten Manager mehr leisten.
KI
KI macht Hierarchien nicht überflüssig — sie macht sie dünner. Drei Ebenen statt sechs. Und in jeder Schicht wiegt die Entscheidung mehr. Wer dünn führt, kann sich keinen schlechten Manager mehr leisten.
Connecting the Dots
Eine Frau aus der Bronx auf einer Bühne in Chicago. Sie sagt, eine Milliarde lasse sich nicht verdienen. Bezos' Zeitung antwortet — nicht mit Argumenten, sondern mit einem Verriss. AOC
Connecting the Dots
Eine Bundesregierung beschließt 100-Prozent-Sanktionen, die Karlsruhe ausgeschlossen hat. Eine andere ignoriert die Verwaltungsgerichte zur Binnengrenze. Beide Operationen tragen denselben Tonfall — Härte. Was Hannah Arendt die Unterminierung der Gesetzmäßigkeit nannte: passiert es gerade?
Bibliothek
Lovable: elf Mitarbeiter, fünf Millionen Umsatz. Midjourney: dreißig Leute, zweihundert Millionen. Das sind keine Ausreißer — das ist die neue Normalverteilung. Die Pointe ist nicht, was elf Leute schaffen, sondern dass es genau elf braucht. KI macht kleine Teams mächtig.
Connecting the Dots
Eine BASF-Erbin auf einer Bühne in Wien. Sie sagt: Wer Vermögen hat, für den arbeitet das Geld. Die Menschen, die für ihr Geld arbeiten, arbeiten also auch für mein Geld. Was Marlene Engelhorn mit Markus Marterbauer am 9. Mai 2026 gesagt hat.
Scrum. Neue Ära
Scrum wurde in vielen Organisationen nicht abgeschafft. Es wurde domestiziert. Sechs Schritte, beobachtet seit zwanzig Jahren — von der Umbenennung der Rolle bis zum Schlussstein, an dem das Management Selbstorganisation bestellt und die Kontrolle behält.
Connecting the Dots
Die SPD holte 1998 noch 40,9 Prozent. Heute 16,4. Die AfD wächst, ohne etwas zu tun. Was Benjamin als Konformismus diagnostizierte — die Meinung, sie schwimme mit dem Strom — ist wieder operativ. Wo die Stimme verstummt, wandert die Wut nicht weg. Sie findet einen anderen Adressaten.
Ein Brief über Führung, Strategie und den Mut zur Klarheit.
Ein CEO in Recife schrieb fünf Wörter auf ein A4-Blatt. Es wurde zum Inbegriff für agiles Arbeiten.
Notizen zum 1. Mai mit Michael Parenti — und mit Statistik Austria. Drei Monate vor diesem Mai-Tag ist Parenti gestorben. Sein Vortrag, den ich beim Spaziergang gehört habe, zerlegt zwei Mythen: dass Kapitalismus Wohlstand schafft, und dass er die Demokratie stützt. Die Zahlen geben ihm recht.
Warum verfallen die reichsten Orte der Welt? Brighton, New York, San Francisco — dieselbe Signatur: Glastürme neben Schlaglöchern. Die Knappheit, die das rechtfertigt, ist kein Naturgesetz. Sie wird politisch hergestellt — und dokumentiert, nicht behauptet.
Letzte Woche saß ich in einer Priorisierungsrunde. Vierundvierzig Features, alle mit «High». Ein PO, der die Stirn in Falten legte. Niemand sagte Nein. Alle nickten, alle lächelten.
Die Pandemie hat kein einziges Problem geschaffen. Sie hat alle sichtbar gemacht. Die Pandemie war das globale Daily Scrum. Die meisten Organisationen haben durchgefallen.
Zwölf Denker aus achtzig Jahren, keiner hat mit den anderen geredet — und trotzdem erzählen sie alle dieselbe Geschichte: Knappheit ist kein Naturzustand. Sie wird gemacht.
Mike Bechtels Selbstdiagnose misst sechs Dimensionen. Aber misst sie auch das, was uns wirklich ausmacht? Ein Brief über das Tool, das über Bechtel hinausgeht — drei Stunden Bauzeit, GitHub als Werkzeugregal, und die Frage, die keine KI für mich stellen kann.
Es war eine Sprint-Review wie viele andere. Das Team saß im Zoom. Der Product Owner zählte die abgeschlossenen Stories auf. Dann — die Retrospektive.
2017 war das Jahr, in dem es kippte. Nicht im Markt. In mir. Ich hatte zu sehr an die Kraft der Selbstorganisation geglaubt.
Ein Kapitel über das Retten, das ich nicht schreiben wollte. Eine Korrektur durch Arendts Natalität. Und eine Lehre, die im Schreibprozess auftaucht, weil sie im Trainingsraum gefehlt hat.