Boris Gloger
Künstliche Intelligenz verschiebt, was wir für möglich halten.
Sobald sich das Mögliche verschiebt, steht das Wirkliche wieder zur Verhandlung: wer Wert schafft, wer Status hat, wem es gehört.
Fünf Firmen
Fünf Wohnungskonzerne, die kaum bauen. Rund 300.000 Menschen in ihren Wohnungen. Eine Rechnung, die sich laut IMK selbst trägt. Warum stellt sich die Politik trotzdem vor die Konzerne?
-
Verstehen Sie denn nichts von Ökonomie?
Ökonomie 101 für alle, denen man erklärt, sie verstünden nichts von Wirtschaft. Was Austerität ist, warum der Staat keine schwäbische Hausfrau ist und warum das Geld immer da ist, wenn es um Panzer geht.
-
Genug wäre da
Es ist kein Geld da, heißt es. Hinter diesem und anderen Sachzwängen stecken Interessen, die sich maskieren: vom Ersten Weltkrieg über Brüning bis zum Tankrabatt. Mit Isabella Weber, Clara Mattei und Tom Krebs. Wo Fülle herrscht, muss Knappheit erst hergestellt werden.
-
Das Selbstverständliche hat eine Geschichte
Nach einigen Dutzend Essays fällt mir auf, dass sie alle denselben Satz enthalten: Das gilt als natürlich, und es ist es nicht. Warum ich hinter die Selbstverständlichkeiten zurückgehe, was Nietzsche damit zu tun hat, und ob das Erkenntnisinteresse eines Forschers schon sein Bias ist.
Was Vorstände vom Programmprozess der Linken lernen können
Eine Partei mit mehr als 131.000 Mitgliedern erneuert ihr Grundsatzprogramm und nimmt sich dafür zwei Jahre. Ein Beraterblick auf einen Prozess, den Unternehmen seit Jahren auf Konferenzen beklatschen und im Alltag vermeiden.
-
Die Arbeit vor dem Transport
Eine Kundenanfrage lesen, fehlende Angaben klären, Daten übertragen: In der Logistik beginnt viel Arbeit, lange bevor sich ein Fahrzeug bewegt.
-
Präsenz: Was Führung im KI-Zeitalter wirklich bedeutet
KI übernimmt, was Führungskräfte jahrzehntelang für Kontrolle hielten. Was bleibt, ist Anwesenheit: Sie entscheidet, ob ein Team Fehler meldet, Zweifel äußert und Konflikte austrägt.
-
Beinfreiheit
Höhn sperrte die selbstbewegte Initiative in Formulare, und sie kam zurück. Was Stefan Kühls Befund für die agile Bewegung bedeutet, und was, wenn wir jetzt auch Maschinen Beinfreiheit geben.
Ein Philosoph, den man wirklich lesen kann
Gernot Böhme lehrte Philosophie in Darmstadt, und er schreibt so, dass man ihn versteht. Sein Buch über den Leib fragt, was Natur ist, wenn wir selbst sie sind.
-
Wer die Preise setzt
Zweite Werkstattnotiz zu Isabella Webers „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“: Wer an der Kasse aussortiert wird, wer die Preise setzt, und warum genug da ist.
-
Als stünde die Demokratie auf dem Spiel
Werkstattnotiz zur Wiener Vorlesung von Isabella Weber: Polanyis Virus, Brünings verpasste Alternative, das Ahlener Programm der CDU und die Angst der Gewählten vor ihrer eigenen Macht.
-
Wer darf hier eigentlich vernünftig sein?
Eine Werkstatt-Rezension der Neuen Zwanziger über Talkshows, die Brandmauer und die Frage, wer politische Vernunft definieren darf.