Thema
Führung
Führung ist nicht Delegation und nicht Kontrolle. Führung ist Präsenz — erreichbar sein für die Frage, die niemand stellt; den Konflikt, den alle umgehen; die Entscheidung, die liegen bleibt. Drei Sätze: Verantwortung wird möglich, wo Führung nicht delegiert und nicht kontrolliert. Im KI-Zeitalter bleibt menschlicher Führung das, was nicht delegiert werden kann. Präsenz wird durch Praxis trainiert, nicht durch Modelle.
Das Schild im Fenster
Mark Carney ruft in Davos zum Widerstand auf. Seine Botschaft: Hört auf mitzuspielen. Meine Frage: Warum tun wir es dann jeden Tag im Büro?
Die Transaktionskosten fürs Ausprobieren sind gegen Null gegangen – und niemand probiert aus
In Davos reden sie über KI. Aber Führen heißt nicht Reden – es heißt Verstehen. Warum die meisten Führungskräfte delegieren, statt selbst zu experimentieren. Und was das mit Energietransformation zu tun hat.
Brief # 5 | Präsenz – Was Führung im KI-Zeitalter wirklich bedeutet
KI macht Kontrolle unmöglich – und das ist gut so. Denn Führung war nie Kontrolle. Der echte Job: Da sein, wenn Menschen dich brauchen.
Eine Politikerin zeigt, wie Führung geht.
Beteiligen heißt: Ich lasse euch teilhaben. Um Mitwirkung bitten heißt: Ich brauche euch. Das eine ist Gnade. Das andere ist Führung.
Das Traurige an Produktvisionen: Sie existieren nicht
Teams haben keine Produktvision. Nicht „keine gute". Sondern: gar keine. Warum das Scrum zur Meeting-Architektur schrumpfen lässt – und wie du in einer Stunde eine Vision schreibst, die trägt.
Der einsame Stratege: Warum der Mythos "Strategie kommt von oben" uns alle klein hält
Es gibt diesen Mythos, der sich hartnäckig in Vorstandsetagen hält: Die besten strategischen Ideen kommen von oben. Der CEO, das C-Level, die Geschäftsführung – sie wissen, wohin die Reise geht. Sie haben den Überblick. Sie sehen, was andere nicht sehen.
Die Zwei-Tage-Regel: Warum ein gebrochener Streak kein Scheitern ist
Gestern habe ich versagt. Tag 18, kein Video. Die Broken-Window-Theorie flüstert: Einmal eingerissen, immer eingerissen. Aber die Forschung widerspricht – und Hannah Arendt auch. Selbstführung ist nicht Perfektion. Selbstführung ist die Fähigkeit, immer wieder anzufangen.
"Wir müssen alles liefern", über den Unwillen zu priorisieren.
„Lasst uns priorisieren." – „Gute Idee." – „Was ist am wichtigsten?" – „Wir müssen alles liefern." Der Mechanismus springt nicht an. Die Priorisierungsfrage ist der schnellste Lackmustest für Gehorsam in Organisationen – sie entlarvt, ob Menschen denken oder nur ausführen.
Brief #4 - Der Spieß wird umgedreht
Der Vorstand wird irgendwann eine KI-Strategie verkünden. Die entscheidende Frage ist: Hast du bis dahin schon genug Vorsprung, um den Kurs mitzubestimmen?
Kein Recht auf Gehorsam
Hannah Arendt sagt: „Kein Mensch hat bei Kant das Recht zu gehorchen." Dieser Satz zerstört die bequemste Ausrede in Organisationen – „Ich habe nur ausgeführt." Nach 25 Jahren Scrum-Arbeit weiß ich: Scrum scheitert nicht an Teams. Es scheitert an Führung, die Gehorsam braucht.
Der Plan, der nie stimmt: Was Hannah Arendt über Strategie wusste
Ich helfe Firmen dabei, 5-Jahres-Ziele zu erreichen. Und gleichzeitig weiß ich: 5-Jahres-Pläne funktionieren nicht. Hannah Arendt zeigt, warum – und wie sich das Paradox auflösen lässt.
Vom Hörsaal ins Jobcenter – und trotzdem: Warum ich optimistisch bleibe
Junge Akademiker:innen finden keine Jobs, während die Babyboomer in Rente gehen. Wie kann beides gleichzeitig wahr sein? Eine Analyse – und drei Moves für Führung.